Operativer Eingriff zur Erhaltung der Zahngesundheit

Kieferzysten entstehen oft langsam und unbemerkt und können zu eitrigen Entzündungen sowie Zahnverlust führen. Als MKG-Chirurg:innen verhindern wir das mit geeigneten operativen Behandlungen, die sich je nach Art der Zyste unterscheiden.

Geht die Zyste von einem Zahn aus, handelt es sich um eine odontogene Kieferzyste. Nicht odontogene Zysten treten im Bereich des Kiefers auf, bilden sich aber aus anderen Gewebearten. Die häufigste Art der von den Zähnen ausgehenden Zysten ist die Zahnwurzelzyste, auch radikuläre Zyste genannt. Die Zahnwurzelzyste kann aufgrund einer Zahnwurzel- oder Wurzelspitzenentzündung entstehen und betrifft oftmals Patient:innen mittleren Alters. Wenn sich die Zyste bildet, ist der Zahnnerv meist schon stark entzündet oder abgestorben.

Bildet sich die Zyste auch nach einer durchgeführten Wurzelkanalbehandlung bei Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin nicht zurück, führen wir eine Wurzelspitzenresektion durch. Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, um die Zyste auszuheilen, wird der betroffene Zahn gezogen und wir planen gemeinsam mit Ihrem behandelnden Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin einen Zahnersatz.

Zahnwurzelzysten können an allen Zähnen auftreten. Im Gegensatz dazu treten follikuläre Zysten häufig im Unterkiefer auf. Eine follikuläre Zyste geht ebenfalls von einem Zahn aus, in vielen Fällen ist einer der unteren Weisheitszähne betroffen. Häufige Ursache ist eine gestörte Entwicklung oder ein behinderter Durchbruch des Weisheitszahns. Betroffen sind daher vor allem jüngere Patient:innen.

Im Rahmen der Zystenentfernung wird der betroffene Weisheitszahn mitsamt der Zyste vorsichtig operativ entfernt. Danach kann die Knochenhöhle ausheilen. Einen Zahnersatz brauchen Sie nicht, denn nach aktuellem Stand der Zahnmedizin sind Weisheitszähne verzichtbar.

Beim Ausschälen (Zystektomie) tragen wir den Kieferknochen über der Zyste ab und entfernen die Zystenkapsel. Im Knochen bleibt eine leere Höhle zurück, die sich zunächst mit Blutgerinsel und später mit neuem Knochenmaterial füllt. Der geheilte Kieferknochen ist so stabil, dass meist keine Aufbaumaßnahmen nötig sind.

Oftmals entdecken Zahnärzt:innen eine Zyste bei Routineuntersuchungen. Ist eine Kieferzyste bereits entzündet, verursacht sie häufig Schmerzen. Es können auch sichtbare Schwellungen im Mund entstehen, die sich von außen ertasten lassen. Unbehandelt breitet sich die Kieferzyste aus, dies kann zu Zahnfehlstellungen bis hin zum Ausfallen von Zähnen führen. Deshalb raten wir Ihnen unbedingt dazu, Zysten zeitnah behandeln zu lassen.

  • Wir unterscheiden odontogene Kieferzysten, die von einem Zahn ausgehen und nicht odontogene Zysten im Kieferbereich
  • Die häufigste von den Zähnen ausgehende Form ist die Zahnwurzelzyste (radikuläre Zyste)
  • Nach dem Entfernen der Zahnwurzelzyste erfolgt eine Wurzelspitzenresektion. Kann der Zahn trotzdem nicht gerettet werden, wird er gezogen und Zahnersatz geplant
  • Follikuläre Zysten treten meist im Unterkiefer und oftmals bei Weisheitszähnen auf
  • Nach Entfernung eines Weisheitszahns ist kein Zahnersatz notwendig
  • Um den Kieferknochen von der Zyste zu befreien und Hohlräume zu behandeln, gibt es als Therapieformen die Ausschälung oder die so genannte Einfensterung
  • Nach gründlicher Desinfektion bildet sich der Hohlkörper zurück und die Zyste kann in einem zweiten Schritt ausgeschält werden
  • Kieferzysten werden häufig bei Routineuntersuchungen entdeckt
  • Unbehandelt können sie Zahnfehlstellungen verursachen oder zu Vereiterung und Zahnverlust führen